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Dienstleistungsgesellschaft für Informatik

Erfolgsmodell ECDL an Volkshochschulen: Jeweils mehr als 4.500 ECDL-Prüfungen an der VHS Höxter-Marienmünster und an der Volkshochschule Heidekreis in Niedersachsen

Werner Böhler, stellvertr. Bürgermeister Höxter, Ulrich Fraune, stellvertr. VHS-Leiter, Rainer Schwiete, Leiter VHS, Angelika Struck, ECDL-Testleiterin VHS, Thomas Michel, Geschäftsführer DLGI, Mirko Löffelbein, Testleiter ECDL VHS, Tanja Hartmann, Jobcenter Kreis Höxter, Johannes Wöstefeld, Leiter Arbeitsagentur Höxter

Bereits seit dem 1.4.2000 ist die Volkshochschule Höxter-Marienmünster akkreditiertes ECDL Prüfungszentrum, die Volkshochschule Heidekreis seit dem 1.11.2001. Mit zahlreichen Seminaren haben beide VHS seitdem außerordentlich erfolgreich die Computerbildung mit dem ECDL gefördert. In der ländlichen Region des Weserberglandes wurden an der VHS Höxter inzwischen mehr als 4.500 ECDL-Prüfungen abgenommen, ebenfalls 4.500 Prüfungen wurden an der Volkshochschule Heidekreis absolviert.

Dies war für die DLGI Anlass für eine besondere Ehrung dieser langjährigen, erfolgreichen Arbeit während Treffen zwischen dem stellvertretenden Geschäftsführer der Volkshochschule Heidekreis, Herrn Hans-Ulrich Obieglo, dem Geschäftsführer der VHS Höxter-Marienmünster Herrn Rainer Schwiete und dem Geschäftsführer der DLGI Herrn Thomas Michel.

Herrn Schwiete haben wir zu seinem Erfolgsmodell aus Ostwestfalen interviewt:

DLGI: Herr Schwiete, Sie haben früh auf den ECDL gesetzt und Ihre VHS bereits als Prüfungszentrum akkreditiert, als der ECDL in Deutschland gerade erst begann ein Testcenter-Netzwerk aufzubauen. Was waren Ihre Gründe?

R. Schwiete: Die VHS war damals wie auch heute noch stark in der beruflichen Bildung engagiert. EDV-Kenntnisse wurden zunehmend gefragter und wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, die Kompentenzen und Kenntnisse nicht nur zu vermitteln sondern auch zertifizieren zu lassen. Der ECDL etablierte sich als ein Zertifikat, dass z.B. durch die Online-Prüfungen sehr praktikabel zu handhaben war, schnelle Prüfungsergebnisse ermöglichte und von namhaften Firmen und Institutionen anerkannt war.

DLGI: Ihre damalige Einschätzung hat sich offenkundig als richtig erwiesen. Sie haben soeben die 4.500ste ECDL Prüfung abgenommen. Inzwischen gibt es 148 Länder weltweit, in denen der ECDL eingeführt ist, und allein 1.400 Prüfungszentren in Deutschland. Welche Zielgruppen sprechen Sie in erster Linie an?

R. Schwiete: Wir bieten den ECDL in 2 Bereichen an. Einerseits in der Qualifizierung von Erwerbslosen, die mit diesem Zertifikat im kaufmännischen Bereich aber zunehmend auch darüber hinaus, bessere Bewerbungschancen haben. Aber auch im freien VHS-Angebot fand das großen Anklang, weil viele Teilnehmer der EDV-Kurse gern ein Zertifikat als persönliche Anerkennung mit nach Hause nehmen wollen.

DLGI: Man könnte meinen, dass in einer ländlichen Region wie Ostwestfalen der Computer noch nicht überall Einzug gehalten hat. Das Gegenteil ist offenbar der Fall. Der Bedarf an entsprechender Computerbildung scheint groß zu sein.

R. Schwiete:  Möglicherweise ist es gerade die ländliche Situation, die eine Anbindung und Vernetzung per EDV und neuen Medien besonders erforderlich macht, um als Einzelperson aber auch als Betrieb nicht abgehängt zu werden. An unserer Einrichtung hat die EDV eine lange Tradition, bereits 1986 wurde der erste Nixdorf-Computer angeschafft.

DLGI: Es handelt sich ja beim ECDL um ein Breitenzertifikat, das alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten erreicht. Wie berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Kurskonzeption?

R. Schwiete:    „Weiterbildung für alle“ ist natürlich grundsätzlich das Motto der Volkshochschulen. Wir realisieren das einerseits durch eine sehr heterogene Zusammensetzung, die sich im ländlichen Raum zwangsläufig schon ergibt. Andererseits aber auch durch ein möglichst differenziertes Kursangebot für unterschiedlichste Zielgruppen (Schüler, Jugendliche, Frauen, Senioren, Erwerbslose etc.)

DLGI: Zum Schuss noch eine Frage im Hinblick auf die kürzlich unterzeichnete Rahmenvereinbarung mit dem Verband der Volkshochschulen in NRW. Welche Hinweise für einen guten Einstieg würden Sie ihren Kollegen an den Volkshochschulen mit auf den Weg geben?

R. Schwiete:    Der ECDL ist ein sehr professionelles Instrument, das sich organisatorisch gut einbinden lässt aber auch offensiv vermarkten lässt. Als VHS können wir unsere Qualitätsansprüche damit untermauern und dies auch intensiv nach außen vertreten. Bei den Interessenten kommt besonders gut an, dass dort gerade umfangreiche und vielfältige Grundlagenkenntnisse im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus leistet die DLGI einen guten Service und technischen Support.

Vielen Dank, Herr Schwiete. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!